15. Internationales Städtetreffen rundum gelungen


Auf ein rundum gelungenes 15. Internationales Städtetreffen in Angermünde blickt der Verein "Gmünder in Europa" zurück. Nach einem stimmungsvollen Fest am Samstag, bei dem die Stadt in Brandenburg gleichzeitig ihr 777-jähriges Bestehen feierte,  wurden die Gäste - darunter eine 30 Mitglieder zählende Gruppe aus Schwäbisch Gmünd - am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz, wo man sich am Freitagabend bereits zur Begrüßung durch Bürgermeister Wolfgang Krakow getroffen hatte und wo das Fest durch Kanonenschüsse der Gruppe aus Kabelsketal-Osmünde eröffnet worden war.

Ein Teil der Gruppe aus Schwäbisch Gmünd war bereits drei Tage vor dem Fest mit der Bahn in Richtung Norden gereist und hatte eine im Wortsinn „heiße“ Zeit in Berlin verbracht. Dabei nahm man auch eine Einladung von MdB Norbert Barthle in dessen Abgeordnetenbüro wahr, wo man sich über eine Stunde über aktuelle politische Themen unterhielt. Bei der anschließenden Führung durch den Bundestag in Richtung Kuppel konnten die Besucher die Vorbereitungen zur am nächsten Tag stattfindenden Bundesversammlung bestaunen. Es gab für die Gruppe auch eine Stadtführung durch Berlin sowie eine Schifffahrt auf dem Wannsee mit Besuch des Schlossparks von Sanssouci.

In Angermünde selbst trafen die Gmünder dann auf rund 80 Mitglieder ihres Vereins aus sieben der elf Mitgliedskommunen. Gemeinsam besuchte man ein Schlagerfestival, ging auf Radtour oder Wanderung oder konnte bei einer Busfahrt das Kloster Chorin und das Schiffshebewerk Niederfinow bestaunen. Am Vorabend der Hauptversammlung lud die Stadt Angermünde ihre Gäste aus den anderen Gmünd-Orten zu einem deftigen Vesper ins ehemalige Kloster ein. Dieses wurde durch den Nachtwächter unterbrochen, der die Gruppe zu einer szenischen Stadtführung mit Ketzerprozess, Kartoffelschnaps-Verkostung und Unterricht in der Nachtwächter-Kunst mitnahm.

 

Am nächsten Morgen fand die Hauptversammlung des Vereins statt. In deren Rahmen hoben die offiziellen Vertreter der anwesenden Mitgliedskommunen der "Gmünder in Europa" die Bedeutung des "Aufbaus Europas von unten" durch solche bürgerschaftlichen Begegnungen hervor. Bei den Wahlen wurden Vizepräsident Bürgermeister Otto Opelka (Gmünd/Niederösterreich) und die Beisitzer Hana Moravcova (Usti nad Orlici/CZ) sowie Bürgermeister Hendrik Dressel (Seßlach-Gemünda/D) in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Vizepräsident ist Lubos Bäuchel, stellvertretender Bürgermeister von Usti nad Orlici.

Als Veranstaltungsorte der nächsten Treffen wurden Gerlos/Gmünd (Tirol/2011), Seßlach-Gemünda (Bayern/2012), Gemünden am Main (Bayern/2013) sowie Schwäbisch Gmünd (zur Landesgartenschau 2014) festgelegt. Die finanzielle Förderung von Jugendaustauschen (im laufenden Jahr war z.B. eine Klasse des Scheffold-Gymnasiums auf Kulturreise in Gmünd/Kärnten) soll fortgesetzt werden.

Beim Festabend auf dem Marktplatz waren alle in bester Stimmung – nicht nur wegen des zuvor beim Public Viewing miterlebten deutschen Siegs gegen Argentinien. Der Kulturbeitrag aus Schwäbisch Gmünd, die eigens für diesen Tag mit dem Bus angereiste Guggenmusik „Gmendr Altstadtfägr“, erhielt jubelnden Beifall und musste mehrere Zugaben spielen – eine davon gemeinsam mit einer ebenfalls zu den „Angermünder Blasmusiktagen“ angereisten Guggenmusik aus Borna in Sachsen.