| Die landschaftliche Lage gab der
wohl ältesten Stauferstadt ihren ursprünglichen Namen „Gmünden“:
hier münden gleich mehrere Bäche in die Rems. Steinerne Zeitzeugen
aus über acht Jahrhunderten reihen sich auf dem Gmünder Marktplatz
nebeneinander. Wer es sich in einem der zahlreichen Straßencafés
um den stattlichen Marienbrunnen herum gemütlich gemacht hat, kann
die Geschichte der ältesten Stauferstadt in einem Rundblick bequem
erkunden. Mittelalterliche Fachwerkbauten erinnern an die freie Reichsstadt
Gmünd, üppige Barockhäuser, die einst die repräsentativen
Stadtdomizile der reichen Patrizierfamilien waren, spiegeln den damaligen
Wohlstand der Stadt wider. Schwäbisch Gmünd ist eine vielseitige
Stadt mit zahlreichen Gesichtern. Der historische Stadtkern, aus dem die
Autos schon vor Jahren verbannt wurden, lädt zum Bummeln durch die
Geschäfte ebenso ein, wie zu einem aufschlussreichen Stadtrundgang.
Wer sich auf die Spur der kunsthistorischen Zeugnisse begibt, wird überrascht
sein von den Schätzen an Skulpturen, Fassadenmalerei oder Heiligenfiguren,
die oft in Nischen der Häuser und stillen Winkeln verborgen sind.
Das Zentrum der Stadt wird von der spätromanischen Johanniskirche
bestimmt. Der trutzige Bau der Basilika aus staufischer Zeit ist ein Zeugnis
für die Bedeutung Schwäbisch Gmünds im Hochmittelalter.
Nicht weit von der staufischen Kirche steht die älteste Hallenkirche
Süddeutschlands, das spätgotische Heilig-Kreuz-Münster,
der Stolz des aufstrebenden, selbstbewussten Bürgertums der ehemaligen
freien Reichsstadt. Um 1310 begannen die Arbeiten am heutigen Münsterplatz.
Als Baumeister rief man die bekannte Familie Parler aus Köln, deren
berühmtester Sohn Peter in Schwäbisch Gmünd geboren wurde.
Seit einigen Jahren veranstaltet Schwäbisch Gmünd jeden Sommer
im Münster und in anderen historischen Kirchen die Konzerte des Europäischen
Kirchenmusik-Festivals, die inzwischen weit über die Landesgrenzen
hinaus bekannt sind. Weitere Informationen beim i-Punkt, Marktplatz 37/1,
D 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. 0049 (0) 7171/603-4250, Fax 0049
(0) 7171/603-4299. |