14. Internationales Städtetreffen der Gmünder in Europa rundum gelungen

Im Land der Wackelsteine und Schmalspurbahnen

Auf ein rundum gelungenes 14. Internationales Städtetreffen in Gmünd/Niederösterreich blickt der Verein Gmünder in Europa zurück. Nach einem stimmungsvollen Festabend am Samstag verabschiedete Bürgermeister Otto Opelka die Gäste - darunter eine knapp 40 Mitglieder zählende Gruppe aus Schwäbisch Gmünd - am Sonntagmorgen auf dem Hauptplatz, wo man sich am Freitagabend bereits zur Begrüßung getroffen hatte.

Anlass für die Vergabe des Städtetreffens nach Niederösterreich war die dort gleichzeitig stattfindende 800-Jahr-Feier der Kreisstadt - in der manche Schwäbisch Gmünder beim Anblick des Autokennzeichens „GD“ nostalgisch wurden. Beeindruckt hatten die Gäste am Freitag bei einer Führung die Umgebung Gmünds kennen gelernt. Zu Fuß ging es zweieinhalb Stunden durch die Blockheide, den Naturpark mit seinen Gruppen aus großen Granitfelsen und den besonders erstaunlichen, tonnenschweren Wackelsteinen. Besichtigungen in einer Glasbläserei, einer Brauerei, einer Schuh-Manufaktur und der Unterwasserwelt Schrems zeigten weitere Besonderheiten des Waldviertels.

 Dies ergänzte am Samstag ein Ausflug mit dem Schmalspur-Dampfzug bis in das witzige „Fassldorf“, wo Gäste in alten, eingerichteten Weinfässern übernachten können. Am Spätnachmittag fand die Hauptversammlung des Vereins statt. In deren Rahmen hoben die offiziellen Vertreter aller elf anwesenden Mitgliedskommunen der „Gmünder in Europa“ die Bedeutung des „Aufbaus Europas von unten“ durch solche bürgerschaftlichen Begegnungen hervor.

 

                                                                                                                    
Bei den Wahlen wurden Präsident Manfred Laduch (für vier Jahre) und Schatzmeister Rolf Stockreiter (für ein Jahr, beide aus Schwäbisch Gmünd) in ihren Ämtern bestätigt. Zum Festabend auf dem Hauptplatz hatten mehrere Delegationen traditionsgemäß kulturelle Beiträge mitgebracht. Nach der Begrüßung - eine zwölfköpfige Mannschaft aus Gemünden am Main hatte die 570 Kilometer in drei Etappen mit dem Fahrrad zurückgelegt - durch die Gruppe „Al Dente“ aus Schwäbisch Gmünd und die heimische Stadtkapelle gab es zum Beispiel Tänze des Karnevalsvereins Salzmünde oder Jagdhornbläser-Klänge aus Kärnten und Niederösterreich - von wo auch ein Chor zum Programm beitrug. Mit einer lokalhistorischen Theaterszene lud Kabelsketal-Osmünde zur Hauptversammlung der Gmünder in Europa im nächsten Jahr vom 11. bis 14. Juni ein, die im Zeichen des 25-jährigen Bestehens des Vereins stehen wird und zu der der wiedergewählte Präsident jetzt schon einlud. Ein Höhepunkt des Abends war sicher der Auftritt des international bekannten Glasmusikers Martin Hilmer aus Sesslach-Gemünda. Zum Ausklang unterhielten sich die mehrere hundert Köpfe zählenden Gäste nochmals prächtig mit der Musik von „Al dente“, wobei das swingende Ensemble bei drei Titeln sogar vom offiziellen Vertreter der Stadt Schwäbisch Gmünd, Kulturmanager Michael Schaumann, als Sänger unterstützt wurde.